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US-Präsidentschaftswahl - die Uhr tickt

Die Schatten der US-Wahl werden immer dunkler, die Uhr tickt natürlich nicht nur in den Vereinigten Staaten, überall auf der Welt wird das Ereignis verfolgt, weil der Ausgang globale Auswirkungen haben wird.

Wird der 45. US-Präsident Donald Trump eine nächste republikanische Amtszeit angehen oder wird Joe Biden als Nr. 46 für mindestens vier Jahre im Weißen Haus in Washington D.C. als Demokrat logieren und die aktuelle „First Lady“ Melania Trump durch Jill Tracy Jacobs Biden abgelöst? Am Abend des 3. November 2020 werden die Wahllokale schließen.

Eine Vielzahl von Wählern – über 70 Millionen - haben bereits im Rahmen des sogenannten „Early Voting“ ihre Stimmen abgeben, auch aus Angst vor Corona, aber auch, weil sie motiviert sind, ihr demokratisches Recht wahrzunehmen. Umfragen sagen, Biden würde vorne liegen, aber das sagten Prognosen auch 2016 für Hillary Clinton – die Geschichte ist bekannt.

Die Option Briefwahl präferierten bislang ca. 50 Millionen „Voter“. Insgesamt wurde die 2016-Wahlbeteiligung (137 Millionen Stimmabgaben) bereits jetzt zu mehr 50 Prozent erreicht, Wahllocations sind schon länger geöffnet.

Es ist klar, dass Trump die Briefwahl vehement attackiert, weil er natürlich gerne pünktlich ein faktisches Resultat hätte und nicht auf eine über den 3. November hinausgehende Auswertung warten möchte. Der Oberste Gerichtshof hat auf jeden Fall entschieden, dass Briefwahl-Stimmzettel in den Bundesstaaten North Carolina und Pennsylvania auch dann noch akzeptiert werden, wenn sie nach dem 3. November eintreffen. Die 538 Wahlfrauen und -männer werden dann positioniert und am 14. Dezember, immer 41 Tage nach dem Urnengang, den neuen Präsidenten wählen („electoral college“).

Auch Demokrat Barack Obama, präsidialer Vorgänger von Trump, zeigt sich an vorderster Front des Wahlkampfs, an der Seite von Biden soll insbesondere ein Swing-State wie Michigan gesichert werden – eigentlich eine demokratische Bastion, die aber 2016 von Trump gestürmt wurde. Obama drückt dabei die rhetorische Klartexttaste, präsidiale Contenance ist nicht angesagt.

Der Argumentations-Fokus der Konkurrenten liegt auch auf den ca. 88 Millionen Wähler umfassenden „Millenials“ (Jahrgang 1981 bis 1988) – die Demokraten haben aus der 2016-Niederlage gelernt, junge Amerikaner bzw. Erstwähler wurden damals nicht ausreichend angesprochen.

Die Befürchtung besteht, dass die Wahl am 3. November von gewaltätigen Auseinandersetzungen begleitet wird, Begriffe wie „Bürgerkrieg“ und „Kriegsrecht“ („Insurrection Act“) werden benutzt, Trump hat im Vorfeld die Spekulation angeheizt, eine eventuelle Wahlniederlage, die er dann als Betrug deklariert, nicht zu akzeptieren.

Um 0:00 Uhr MEZ (18 Uhr Ortszeit) werden am 3. November die ersten Wahllokale ihre Türen schließen (Indiana, Kentucky), der Staat Alaska wird das als letztes tun (0:00 Ortszeit, 6 Uhr MEZ).

Die eigentliche Einführung des neuen (alten) US-Präsidenten ins Amt (United States presidential inauguration) findet am 20. Januar 2021 statt – um 12 Uhr.

Die folgenden Persönlichkeiten stehen für wertvolle Beiträge zu diesem Thema.

Dr. Josef Braml: renommierter USA-Experte bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Er erklärt die maßgebenden Spieler im Machtkampf amerikanischer Wirtschaft und Politik transparent.

Mehr über Dr. Braml

Sandra Navidi: Eine exzellente Wirtschafts- und Finanzexpertin. Einem breiten Publikum ist Navidi als  Interview-Partnerin und Kommentatorin u.a. des Nachrichtensenders n-tv bekannt.

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Prof. Dr. Joseph Stiglitz: Ehemaliger Vizepräsident und Chefvolkswirt der Weltbank.

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John Kornblum: Weltweit geachteter amerikanischer Diplomat.

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Dr. Christoph von Marschall: Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Berliner "Tagesspiegel”.

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Rüdiger von Fritsch

Von 2014 bis 2019 deutscher Botschafter in Moskau, zuvor, von 2010 bis 2014, deutscher Botschafter in Warschau. Seit 2020 ist er Partner der Consultingagentur "Berlin Global Advisors".