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Frankreich: Nationalfeiertag und EU-Aufbauhilfen

Frankreich feiert am 14. Juli den französischen Nationalfeiertag, der 1880 eingeführt wurde. 2020 wird mit selbsterklärender Zurückhaltung (Corona) an die Erstürmung der Bastille 1789 (Start der französischen Revolution und das Ende des Absolutismus) sowie an die „Fête de la Féderation“ (14. Juli 1790, feierliche Versöhnung der Abgeordneten aller Departments und der Franzosen) erinnert.

Die übliche Pariser Parade des Militärs auf den „Champs-Élysées“ wurde gestrichen. Ersatzweise findet eine Zelebrierung auf der „Place de la Concorde“ statt. Teilnehmer werden nicht nur die üblichen hochkarätigen Gäste – national und international – sein, sondern vor allen Dingen auch die „Helden des französischen Corona-Alltags.“

„Liberté, Égalité, Fraternité“ (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) – dieser Schlachtruf ist weltbekannt, das Pariser Staatsgefängnis von Ludwig XVl wurde unter Führung von General Lafayette am 14. Juli 1789 gestürmt.

Eine derartige Attacke auf seinen Amtssitz, den „Palais de l’Élysée“ in der 55 Rue du Faubourg Saint-Honoré im 8. Arrondissement, unweit der Place de la Concorde, muss Emmanuel Macron, seit dem 14. Mai 2017 der 8. Staatspräsident der sogenannten „Fünften Republik“, nicht befürchten. Auch wenn sein nationales Renommee mittlerweile arg gelitten hat und seine Landsleute bei den Kommunalwahlen entsprechend ablehnend seiner Partei „En Marche“ gegenüber votierten.

Deshalb wird Macron nicht nur den Nationalfeiertag zelebrieren, sondern sein Augenmerk vor allen Dingen auf den kommenden Freitag lenken: In Brüssel wird der Beschluss über die europäischen Wiederaufbauhilfen gefällt – sein Projekt, das er zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierte. Ein möglicher außenpolitischer Erfolg als Ausgleich für innenpolitische Krisenherde.

Die folgenden Persönlichkeiten erläutern die Zusammenhänge mit Bezug auf Frankreich und Europa.

Ulrich Wickert: Journalist, Moderator, Schriftsteller und politisch engagierter Publizist. War „Erster Moderator" der ARD-Nachrichtensendung Tagesthemen. Begleitete 1969 bis 1978 jede Präsidentschaftswahl in Paris vor Ort, wirkte als Korrespondent im ARD-Frankreichstudio.

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Prof. Wolfgang Ischinger: hat 2008 auf Initiative der Bundesregierung den Vorsitz der Münchner Sicherheits-konferenz übernommen.

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Professor Dr. Clemens Fuest: ist einer der bekanntesten deutschen Finanzwissenschaftler, der in Politik und Öffentlichkeit großes Gehör findet.

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Dr. Gregor Gysi: ist Rechtsanwalt und Politiker (DIE LINKE). Ab 2005 war er Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion, seit dem 17. Dezember 2013 auch Oppositionsführer im Bundestag.

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