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Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg ist einer der bekanntesten europäischen Politiker, ehemaliger Minister für Wirtschaft und Technologie und ehemaliger Verteidigungsminister. Mittlerweile wirkt er als Unternehmer, Unternehmensberater, Fernsehmoderator (RTL), Podcaster. Als „Distinguished Statesman“ (Non Resident) am Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington fördert er den transatlantischen Dialog zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Themen.
Am 14. Mai traf er sich - so seine Veröffentlichung im Zuge seines Newsletters „NEULAND“ - mit dem renommierten US-amerikanischen Meinungsforscher Frank Luntz, ehemals Berater der Republikaner um den 47. US-Präsidenten Donald Trump, ein offensichtlicher Irrweg, von dem er mittlerweile abgebogen ist. Von Trumps Bewegung „MAGA“ (Make America Great Again) distanzierte er sich.
Von Luntz erhielt Dr. zu Guttenberg auch dessen aktuelle Umfrage in der gespaltenen US-Gesellschaft und die damit verbundenen Analyseergebnisse, die Dr. zu Guttenberg als „brisant“ sowie als „alarmierend“ bezeichnet.
Luntz dokumentiert die Sprache der USA, die Wut des Volkes sowie „eine klare Anleitung für Verantwortliche in Politik und Wirtschaft, wie Kommunikation in unseren Zeiten überhaupt noch wirksam sein kann.“
Zu beachten ist, dass die „amerikanische Zukunftsangst“ letztendlich „unsere“ ist, man muss „eine Vorwarnung für Europa“ zur Kenntnis nehmen, es handelt sich um „politischen Sprengstoff“.
„Sprache spaltet“, ein Aspekt, der beängstigend anmutet. In den USA kann festgestellt werden, dass „Democracy“ ein „demokratisches Codewort“ darstellt, die republikanische Entsprechung ist „Patriotism“.
Die Ausführungen im Newsletter NEULAND.
Markant: „Wer das eine Lager mit dem falschen Wort anspricht, wird bestraft - die politische Spaltung zerstört die gemeinsame Sprache.“
Auch in Deutschland gibt es eine „semantische Landkarte“ mit einer mehr als vergleichbaren Struktur, parteiliche Zuordnungen von Begriffen torpedieren „integrative Kraft“.
Zu konstatieren ist in den USA auch „Selbstzensur statt Debattenkultur“. Der Wille zur Meinungsäußerung scheint angeschlagen.
Verwiesen wird auf europäische Debattier-Dynamiken: „Cancel Culture“, „Woke“, „Political Correctness“, als „Oberflächenphänomene“ der Empirie der US-Studie. Ein „falsches Wort“ hat „soziale Kosten“.
In der Luntz-Studie geht es auch um „ Affordability“, um die „Bezahlbarkeit des Alltags“.
Die aktuelle Diskussion in Deutschland ist genau darunter subsumierbar.
Ein bedeutender Aspekt ist auch „Rejectors“, in den USA bekannt, aber auch in Europa: „Wähler, die etablierte Parteien quer durch das Spektrum abstoßen“, votiert wird „gegen etwas - gegen ein System, dem sie weder Kompetenz noch Respekt zutrauen.“
„Misstrauen“ bewegt das gesellschaftliche System, in den USA, aber auch in Deutschland: Es „zerbröselt Autorität: Vertrauen in Parlamente, Regierungen, Gerichte und Medien befindet sich in vielen Ländern im Sinkflug, während gleichzeitig nach „starker Führung“ gerufen wird.“
Definiert wird „Corporate America“, auch als mögliche Stimulanz für Europa.
„Capitalism“, dazu „Sustainability“ sowie „Governance“ oder „Human Capital Management“ lassen den Betrachter „leeren Jargon“ vermuten, existenziell ist eine unmissverständliche Enttechnokratisierung von Sprache, die „konkret, erfahrbar und weniger identitätspolitisch markiert“ sein muss.
Es geht um ein neues Werte-System, bestimmt durch Respekt, Integrität, persönlicher Verantwortung, Empathie und Offenheit.
„Es geht weniger darum, alle Zugehörigkeiten sichtbar zu machen, sondern darum, dass sich Menschen respektiert fühlen - von Politik, Behörden, Arbeitgebern."
Und geführt, mit „Plan statt Pathos“, US-amerikanisch, europäisch, transatlantisch.