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Bei „LinkedIN" und bei „maischberger" - Dr. KT zu Guttenberg über Trumps Absturz, Amerikas Aufbruch und darüber, was die Ergebnisse der US-Midterm-Wahlen bedeuten

Dr. KT zu Guttenberg ist einer der bekanntesten europäischen Politiker, ehemaliger Minister für Wirtschaft und Technologie sowie Verteidigung. Mittlerweile wirkt er als Unternehmer, Unternehmensberater, als „Distinguished Statesman“ (Non Resident) am Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington und fördert den transatlantischen Dialog zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Themen.

Er verdeutlicht bei LINKEDIN: „Donald Trump hat ein Problem. Es heißt Demokratie. Genauer: ihre gelegentlich unangenehme Angewohnheit, Macht nicht auf Dauer zu verleihen.“

Im Zuge der „Midterms“ am 3. November haben die US-amerikanischen Wähler Trump, dem aktuell 47. Präsidenten der USA, „einen Denkzettel verpasst, der härter ausfiel, als selbst die Demokraten zu hoffen gewagt hatten.“

Das Repräsentantenhaus und der Senat sind wieder in demokratischer Hand, „republikanische Hochburgen wie Texas, Kansas und South Carolina“ kippten sowie auch nicht wenige Gouverneursposten.

Dr. zu Guttenberg: „Zwei Jahre nach seinem politischen Comeback muss Trump erleben, dass ein beträchtlicher Teil des Landes seiner Vorstellung von ungeteilter Macht überdrüssig geworden ist.“ 

Normalität kann man in den USA aber jetzt nicht konstatieren. Dr. zu Guttenberg: „In Amerika ist Normalität inzwischen eine ausgesprochen bewegliche Größe. Und wer glaubt, mit einem demokratischen Kongress kehre nun auch das Amerika zurück, das wir Europäer über Jahrzehnte zu kennen glaubten, erliegt einer Illusion.“

Dr. zu Guttenberg konstatiert Komplexität und geopolitische Brisanz. 

Die Frage stellt sich, wie wird Trump nun agieren? Und was kommt auf die Demokraten und Europa zu. Dr. zu Guttenberg analysiert auf LinkedIn die Situation.

Die Tatsache, dass der US-Präsident „seine parlamentarische Rückendeckung“ verlor.

Dr. zu Guttenberg verweist auf die „DIE GRÜNDE“ - so auf die „Erschöpfung des Trumpismus“ und darauf, dass „der Kühlschrank /…/ den Kulturkampf“ schlägt, weil es kein angekündigtes neues goldenes Zeitalter gibt, sondern Krieg, den Vorwurf der Korruption und „Zweifel an der Amtsfähigkeit“ von Trump – und auf „DIE KONSEQUENZEN“, bis hin zu einer Amtsenthebung sowie einer Zersetzung innerhalb der republikanischen Partei.

Dr. zu Guttenberg: „Für eine erfolgreiche Umkehrung des Wahlergebnisses fehlen dem Präsidenten die rechtlichen Instrumente, die notwendige Unterstützung innerhalb der republikanischen Führung und die Aussicht auf Rückendeckung durch die Gerichte.“ 

Markant ist auch die Feststellung von Dr. zu Guttenberg: „Loyalität gilt dort häufig als unverrückbares Prinzip. Bis sie politisch unpraktisch wird.“ Und seine ergänzende Frage: „2028: Wer erbt den Trumpismus?“ 

Und was machen die Demokraten? Dr. zu Guttenberg: „Ihr Feld ist breit und führungslos.“ Und auf Beliebtheit können sie nicht verweisen.

Und natürlich spricht Dr. zu Guttenberg auch über die Folgen „für die Welt“, z.B. durch kriegerische Eskalation oder Deals mit Russland, und „für Europa“ durch das zusammengebrochene „transatlantische Sicherheitsversprechen“ sowie durch die „strategische Verschiebung amerikanischer Prioritäten Richtung Indopazifik“.

Parallel war Dr. zu Guttenberg auch zu Gast in der Sendung „maischberger“.

Auch der Polit-Talk beschäftigte sich mit den Auswirkungen der Ergebnisse der Zwischenwahlen auf die Politik von Trump. Sowie auch mit dem Aspekt: Sollte die SPD in Berlin mit den Linken regieren? 

Medial dokumentiert durch WEB.DE.

Neben Dr. zu Guttenberg waren zu Gast: der ehemalige US-Diplomat John Bolton, die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), Schauspieler Hannes Jaenicke, die Journalistin Beatrice Achterberg sowie der Journalist Markus Feldenkirchen.

Die Sendung „maischberger“ wird seit Mai 2022 dienstags und mittwochs (manchmal auch am Montag) ausgestrahlt. Die Gastgeberin Sandra Maischberger spricht mit immer unterschiedlichen Gästen aus differenten Bereichen (insbesondere Politik und Journalismus) über aktuelle, gesellschaftlich und politisch bedeutsame Aspekte.

Medial begleitet wird die Entwicklung durch die BILD (Demokraten drohen Trump mit Untersuchungen), durch die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (Trump verteidigt Iran-Krieg trotz Wahlniederlage), durch T-ONLINE (Midterms-Niederlage gefährdet Kriegsschiffe der Trump-Klasse), durch die FRANKFURTER RUNDSCHAU (EU-Plan soll Putin abschrecken – und Trumps Druckmittel gegen Europa aushebeln), durch N-TV („Müssen Trump aus Partei werfen" - MAGA-Bewegung erlebt Wahl-Debakel als Nahtoderfahrung) oder durch die TAGESSCHAU („MAGA-Bewegung wird nicht über Nacht verschwinden").


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Prof. Dr. Nicole Deitelhoff

Politikwissenschaftlerin und Hochschullehrerin. Sie fungiert seit 2016 als Leiterin des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung (Frankfurt). Sie wurde mit dem „Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft“ (2008) und dem „Schader-Preis der Schader-Stiftung“ (2017) ausgezeichnet. 2023 erhielt sie eine LOEWE-Spitzenprofessur des Landes Hessen für Weltordnungskrisen.