Ariadne von Schirach
Philosophin, Autorin, freie Journalistin
Ariadne von Schirach ist Autorin, freie Journalistin, Kritikerin und Philosophin. Sie war Dozentin für Philosophie und chinesisches Denken im Studium Generale der Universität der Künste (Berlin), an der Hochschule für Bildende Künste (Hamburg) und an der Donau-Universität (Krems). In ihren Essays, Artikeln (z.B. in Spiegel, FAZ, Die Zeit) und Sachbüchern beschäftigt sie sich mit vielfältigen Entwicklungen unserer Gesellschaft.
Ob zu innerem Wachstum oder Degrowth, Glück und Sinn, Spiritualität oder Ethik und Unvertretbarkeit im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz - ihre inhaltlichen Beiträge wie Keynotes, Impulse oder Workshops vertiefen die Frage nach dem Menschen. Hinter allem steht die Überzeugung, dass uns Menschen trotz aller Unterschiede mehr verbindet als trennt - wir teilen nicht nur alltägliche emotionale Erfahrungen wie Liebeskummer oder Lebensfreude, sondern besitzen alle einen Geist. Wir können uns entschieden, das ist unsere Freiheit und unsere Verantwortung. Und wenn wir es schon machen müssen, warum machen wir es nicht schön?
Schirach Auftritte ermutigen, erheitern und inspirieren. Ihre Worte ermutigen die Zuhörer und Zuhörerinnen nachhaltig zu Reflektion und Teilhabe. In dem Raum, in den sie in ihren Vorträgen und Keynotes einlädt, steht ein runder Tisch, an dem alle eine Stimme haben und zu ihrer Stimme finden können.
Neben einem aufrichtigen Bekenntnis zu Universalismus, Humor und Ambivalenzkompetenz findet sie immer neue Metaphern, um unsere Gegenwart zu begreifen. Das erste Buch ihrer Trilogie des modernen Lebens, „Der Tanz um die Lust“, erzählt, wie wir unser Begehren zur Ware gemacht haben. In „Du sollst nicht funktionieren“ geht es darum, dass wir noch den ganzen Rest zu Markte tragen: unsere Performance, unsere Beziehungen und unsere Gefühle. Wie wir dabei vor lauter Profitstreben und Konkurrenzdenken so sehr von der Wahrheit des Lebens weggerückt sind, dass wir tatsächlich ver-rückt sind, beschreibt „Die psychotische Gesellschaft. Wie wir Angst und Ohnmacht überwinden“, der dritte und letzte Band ihrer „Trilogie des modernen Lebens“. Doch in der dadurch ausgelösten Krise steckt zugleich eine Einladung zu einem anderen Umgang mit Menschsein, Natur und Liebe.
„Wir brauchen keine neue Welt, sondern ein neues, sinnstiftendes Bewusstsein der Welt."
Neben ihrer Trilogie veröffentlichte sie 2016 das psychologische Fachbuch „Ich und Du und Müllers Kuh. Kleine Charakterkunde für alle, die sich und andere besser verstehen wollen“. Im Herbst 2021 erschien „Glücksversuche. Von der Kunst, mit seiner Seele zu sprechen“, eine Einladung, bei der Rettung der Welt bei sich selbst zu beginnen. 2024 schrieb sie das Vorwort zur Neuauflage von Viktor Frankls „… trotzdem ja zum Leben sagen“.
Schirach hat eine Kolumne für „Moment by Moment“ – das Magazin für Achtsamkeit. Sie ist auch eine leidenschaftliche Leserin mit einem Faible für Cyberpunk. Lieblingsautoren sind, neben Philosophinnen und Philosophen, Dichterinnen und Dichtern, Terry Pratchett, Tom Robbins und Roger Zelazny. Wenn sie selbst schreibt, ist der Text unterhaltsam, lebensnah, gerne schonungslos direkt und provokant.
Ihre Rede ist locker, ironisch und selbstironisch, ungemein klug sowie mutig-emotional. Ihre Ausführungen zeugen von beeindruckendem Fachwissen, großer Menschenkenntnis und tiefer Liebe zu Mensch und Geist und Wort.