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Karlheinz Geißler | Redner & Perspektiven - Die internationale Redneragentur
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Karlheinz Geißler

Mögliche Themen:

  • Ethik
  • Werte
  • Ökonomie
  • Nachhaltigkeit
  • Philosophie

Veröffentlichungen:

  • Die Uhr kann gehen. Das Ende der Gehorsamkeitskultur (2019)
  • Time is honey. Vom klugen Umgang mit der Zeit (2015)
  • Enthetzt euch (2012)
  • Lob der Pause. Von der Vielfalt der Zeiten und der Poesie des Augenblicks 2012
  • Lob der Pause (2010)
  • Alles gleichzeitig. Und zwar sofort (2007)
  • Vom Tempo der Welt - und wie man es überlebt (2004)
  • Wart` mal schnell - Wie wir der Zeit ein Schnippchen schlagen (2006)
  • Alles Espresso – kleine Helden der Alltagsbeschleunigung (2006)
  • Es muss in diesem Leben mehr als Eile geben (2001)
  • Zeit verweile doch (2008)

Prof. Dr. rer. pol. Karlheinz Geißler

Bedeutender Zeitforscher
Karlheinz Geißler

Professor Dr. Karlheinz Geißler war von 1975 bis 2007 Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik an der Universität der Bundeswehr in München. Geißler hat in München Philosophie, Ökonomie, Pädagogik studiert. Er ist vor allem Zeitforscher und hat sich in Büchern zum problematischen Ehrgeiz geäußert, Zeit zu sparen, Hetze zu kultivieren, Termindruck als Statussymbol zu verstehen. Geißler ist Mitgründer und Leiter des Projekts „Ökologie der Zeit“ (Evangelische Akademie Tutzing) und leitet das Institut für Zeitberatung timesandmore.

Mit der zunehmenden Beschleunigung wird die Gegenwart immer schneller zur Vergangenheit. Das Phänomen heißt „Gegenwartsschrumpfung“. Selbst „Freizeit“ ist zum „Freizeitstress“ geworden, weil niemand sich mehr „langweilen“ kann, darf oder will. Es ist ein Vergnügen, von Geißler historisch und philosophisch (verständlich, nie belehrend) durch die Zeit geführt zu werden. Geißler zeigt auf, wie sich „Zeit“ - oder wohl besser ihre Wahrnehmung und Bedeutung - in nur wenigen Jahrhunderten drastisch verändert hat. Eine Vielzahl von historischen Beispielen (vom Hahn auf dem Mist bis zum Cäsiumatom), gerade auch bei den Setzungen und Erfindungen der Zeitmessung, erläutern das eindrucksvoll. Der Mensch als „Zeitbinder“ ist nichts mehr, die Zeit ist alles. Der Mensch „ist höchstens noch die Verkörperung der Zeit“. Es sind Bilder, mit denen Geißler die zweimalige Veränderung unsere Vorstellung von „Zeit“ und unseres Umgangs mit Zeit darstellt und erläutert.

Die gigantische, krankmachende, unnatürliche „Beschleunigung“ des subjektiven Zeitgebrauchs wird durch Beispiele parallel verlaufender technologischer Entwicklungen (wer geht noch zu Fuß, wer schreibt Briefe mit dem Füllhalter, wer feiert noch besinnliche Feste?) plastisch nachempfindbar. Auch „Fastfood“, „Arbeitsessen“, „Quickies“ sind ebenso wenig zufällige Entwicklungen wie die „Reduktion der Arbeitszeit auf ihren Geldwert“ („Zeit ist Geld“). Geißler macht deutlich, dass Bemühungen, die Zeit zu „beherrschen“, „Leerzeiten“ zu vermeiden und die „Zeit zu managen“ unnatürlich sind. Denn nur in der Ruhe liegt die Kraft, nicht in operativer Hektik.

Reißverschlüsse, Klettverschlüsse, Fast food, E-Mails - alles Erfindungen, die das Leben schneller machen und für den Zeitforscher zum Thema geworden sind. Als Mitbegründer der "Gesellschaft für Zeitpolitik" fragt er sich, was man verliert, wenn man Zeit gewinnt und klärt auf, dass Zeit die sogenannten Simultanten hervorgebracht hat. Also Menschen, die alles gleichzeitig machen: Chatten, putzen, telefonieren. Laut Geißler stecken alle in dem Dilemma, dass man rund um die Uhr aktiv ist, viele Dinge gleichzeitig macht - das heißt: Zeit verdichtet, man wartet nicht mehr. Als Folge dieser Beschleunigung wird sich unsere Gesellschaft nach Geißlers Auffassung gravierend verändern..

Sein Ansatz: Nur der Verzicht auf einen immer höheren Lebensstandard und auf die vielen Möglichkeiten, die uns geboten werden, kann uns aus unserer Zeitnot befreien. Für Geißler - er lebt ohne Führerschein und ohne Uhr - wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wenn nicht mehr nur Güterwohlstand, sondern auch Zeitwohlstand zu einer erstrebenswerten, gesellschaftlich akzeptierten Zielgröße würde. Geißler rät, die Zeit wieder in ihrer ganzen Vielfalt zu entdecken. Dazu gehören: Schnell sein, aber auch warten können, Pausen produktiv machen und Wiederholungen schätzen lernen. Dabei hilft die Rhythmisierung des Alltags, insbesondere mithilfe von Ritualen. Nur ein bewussteres Zeit-Erleben führt zum besseren und stressfreieren Umgang mit ihr. Darüber spricht er - nachhaltig.

Mögliche Themen:

  • Ethik
  • Werte
  • Ökonomie
  • Nachhaltigkeit
  • Philosophie

Veröffentlichungen:

  • Die Uhr kann gehen. Das Ende der Gehorsamkeitskultur (2019)
  • Time is honey. Vom klugen Umgang mit der Zeit (2015)
  • Enthetzt euch (2012)
  • Lob der Pause. Von der Vielfalt der Zeiten und der Poesie des Augenblicks 2012
  • Lob der Pause (2010)
  • Alles gleichzeitig. Und zwar sofort (2007)
  • Vom Tempo der Welt - und wie man es überlebt (2004)
  • Wart` mal schnell - Wie wir der Zeit ein Schnippchen schlagen (2006)
  • Alles Espresso – kleine Helden der Alltagsbeschleunigung (2006)
  • Es muss in diesem Leben mehr als Eile geben (2001)
  • Zeit verweile doch (2008)