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Dr. Josef Braml ist Politikwissenschaftler mit über 20 Jahren Forschungstätigkeit, er wirkt als European Director der Trilateral Commission. Der Bestseller-Autor verdeutlicht, dass Donald Trump, ehemals 45. und aktuell 47. Präsident der USA, „Stärke demonstrieren“ wollte. Nun droht dem Herrn des Weißen Hauses, dass die „Militärschläge /… / genau das Gegenteil bewirken“. Und so ein wirkliches Kriegsziel hat er auch nicht formuliert.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die Gefahr, dass ein Dritter Weltkrieg provoziert werden könnte.
So richtig funktioniert die „Abschreckung“ nicht, eher möchte man einen Konflikt prognostizieren, der sich mächtig in die Länge zieht, dazu kommen „steigende Energiepreise“ sowie „politische Kosten für die USA und ihre Verbündeten.“
Dr. Bramls Beitrag für FOCUS ONLINE
Trump will sich eigentlich im Rahmen der Initiierung einer kurzen militärischen Auseinandersetzung sonnen - „schneller Schlag. Klare Bilder. Klare Botschaft: Amerika schlägt zu.“
Gegenüber dem Sender CBS prognostizierte Trump, dass der Krieg bald ein Ende finden würde.
Dr. Braml führt aus, wie eine solche Konstellation „Trumps innenpolitisches Drehbuch“ unterstützen würde.
Das klappt aber nicht wirklich. „Trump ignorierte sicherheitspolitische Bedenken zugunsten einer politischen Siegeserzählung, die innenpolitisch Entschlossenheit signalisieren sollte.“
Dokumentiert wird, dass der Iran die See-Straße von Hormus blockiert – durch Seeminen. Trump drohte mittlerweile mit einer gewaltigen militärischen Eskalation.
Dem ehemaligen Showmaster entgleitet seine selbstgewählte Bühne.
Der Iran macht deutlich, er schreckt vor keiner Eskalation zurück und hat das Ziel, „die Unterstützung für die amerikanische Strategie“ zu „untergraben“ und „Kosten für Washington und seine Partner“ hochzutreiben.
Man könnte auf den Gedanken kommen, Iran entwickelt sich zu einem neuen Vietnam.
Markant auch, dass die nächste Fußballweltmeisterschaft am 11. Juni 2026 startet, Gastgeber sind die USA, Mexiko sowie Kanada, Iran war übrigens eine der ersten Nationen, die sich mit Coach Amir Ghalenoei, bekannt als „der General" (seit März 2023 zum zweiten Mal Cheftrainer) für das Happening qualifizierten.
In der Gruppe G soll der Iran zusammen mit Neuseeland, Belgien und Ägypten agieren.
FIFA-Boss Gianni Infantino, der sich durch den verliehenen FIFA-Friedenspreis „Fußball vereint die Welt“, der erklärtermaßen im Namen aller Fußballfans kredenzt wird, während der Endauslosung für die WM 2026 im John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington, D. C, beschämend an den US-Präsidenten kuschelte, ließ sich von Trump zusichern, dass das Team des Iran willkommen sei, die Gruppenspiele werden alle in den USA ausgetragen – wenn der Iran nicht selbst auf das Mitwirken verzichtet. Das signalisierten der iranische Sportminister, der Mann heißt Ahmad Donjamali, sowie auch der iranische Verbands-Boss, der heißt Mehdi Tadsch.
Sollte sich der Verzicht es Iran bewahrheiten, werden der Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) als potenzielle Nachrücker genannt.
Man darf sich erinnern, bei der WM 1998 in Frankreich (2:1-Sieg Irans am 21. Juni vor 43300 Zuschauern im Stade Gerland, Lyon) und bei der WM 2022 in Katar (1:0-Sieg der USA am 29. November vor 42127 Zuschauern im Al Thumama Stadion, Doha) trafen die beiden Nationen sogar aufeinander – auch mit gehöriger Brisanz versehen.
Und theoretisch weitergedacht: Ein Achtelfinalspiel zwischen dem Iran und den USA könnte am 3. Juli in Dallas (T&T Stadium - Arlington) über die Bühne gehen, beide Mannschaften müssten vorab in ihrer Gruppe Zweiter werden.
Die USA tritt in der WM-Gruppe D an - gegen Paraguay, Australien und einem Gewinner aus dem UEFA-Playoff-Pfad C (Türkei, Slowakei, Kosovo oder Rumänien).
Brisant ist sicherlich weiterhin, wie Trump mit dem neuen Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, umgeht, der Sohn des am 28. Februar getöteten Ali Chamenei. Dokumentiert durch das iranische Staatsfernsehen wird bereits eine erlittene Verletzung im Krieg.
Medial erläutert den Sachverhalt auch der TAGESSPIEGEL („Aber Trump wollte mich nicht hören“: Selenskyj warnt vor Drittem Weltkrieg wegen Irankonflikt , wie auch N-TV („Verwirrt sich inzwischen selbst" – Prof. Thomas Jäger: Trump war „besoffen vom Einsatz in Venezuela"), wie auch die FAZ (Fußball-WM 2026: Irans Sportminister schließt WM-Teilnahme aus), wie auch der DEUTSCHLANDFUNK (Interview Trump: „Iran-Krieg bald zu Ende“ – Ölpreis sinkt daraufhin deutlich), wie auch die WELT (Iran-Krieg - Minen in der Straße von Hormus – Trump reagiert mit einer Drohung auf die neue Gefahr), wie auch die TAGESSCHAU (Nahost - Trump sieht Iran-Krieg „so gut wie beendet").