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Dr. Josef Braml ist Politikwissenschaftler, USA-Experte und European Director der Trilateral Commission - einer einflussreichen globalen Plattform für den Dialog eines exklusiven Kreises politischer und wirtschaftlicher Entscheider/innen Amerikas, Europas und Asiens.
Die Ankündigung von Donald Trump, aktuell 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, eine signifikante Anzahl von US-Soldaten aus der Bundesrepublik abzuziehen, bewegt die politischen Gemüter. Dr. Braml definiert dieses Vorhaben als, aus der Sicht des Herrschers des Weißen Hauses, „eine militärische Anpassung“, gewissermaßen „ein strategisches Signal Washingtons.“
Diese Gedanken macht sich Dr. Braml für „ThePioneer.de“, eine digitale Medienplattform, auf der Politik und Wirtschaft Transparenz erfährt (Newsletter, Podcasts, Events, Infografiken und journalistische Expertise).
Es gibt Sicherheit tendenziell nur noch, wenn die „trumpschen“ Bedingungen erfüllt werden, der 79-Jährige will „politische und strategische Gegenleistungen“. Insgesamt ist das eine „wachsende Friktion im transatlantischen Verhältnis.“
Aktuell wird die Zahl von 5.000 US-Uniformierten skizziert, allerdings spekuliert Trump auch auf mehr, für Dr. Braml „militärisch überschaubar, politisch jedoch hochbrisant“, festzustellen ist eine „strategische Neugewichtung globaler Prioritäten“, dazu kommt die „Neujustierung der Erwartungen an Deutschland“, an dessen Wirken als Bündnispartner.
Insgesamt - so formuliert Dr. Braml - „eine politische Disziplinierung von Verbündeten“, alles wird abhängig von der jeweiligen internationalen Konstellation neu evaluiert, jede Situation ist anders, es erfolgen „Priorisierungen“ z.B. im Zuge der globalen Tagespolitik im „Großmachtwettbewerb“.
Die kürzlichen verbalen Positionierungen von Bundeskanzler Friedrich Merz sind nichts, was ein Trump als vielleicht „legitimen Dissens“ definieren würde, also möglicherweise erträglich, sondern festzustellen ist der Vorwurf „mangelnde Bündniskohärenz“, wobei, das unterstreicht Dr. Braml: „Standorte wie Ramstein oder Stuttgart sind zentrale Knotenpunkte militärischer Infrastruktur, die kurzfristig kaum substituierbar sind.“
Die Ramstein Air Base ist ein Militärflugplatz der UStates Air Force, dazu das Hauptquartier der US Air Forces in Europe - Air Forces Africa und des Allied Air Command Ramstein, das ist eine NATO-Kommandobehörde. Die US-Heeresgarnison Stuttgart (USAG Stuttgart) ist eine Garnison der U.S. Army Europe and Africa und gehört zu den bedeutendsten US-Standorten Europas (Army, Air Force, Marine Corps, Navy, Coast Guard).
Es stellt sich die Frage, wie definiert sich Deutschland in dieser Phase unter dem US-Druck? Dr. Braml nennt den anzustrebenden Status: „Eigenständiger sicherheitspolitischer Akteur.“ Letztendlich ist aber die komplette Europäische Sicherheitsstruktur betroffen.
Medial beurteilt wird die aktuelle Lage auch durch die FRANFURTER RUNDSCHAU (Trump zieht US-Truppen ab: Milliardenwirtschaft in Gefahr – „Wäre absolute Katastrophe“), durch die TAGESSCHAU (Trump kündigt größeren Abzug von US-Soldaten an), durch die DEUTSCHE WELLE (US-Truppenabzug – Europa alleine?), durch den MERKUR (US-Truppenabzug aus Deutschland: Polen buhlt um Trumps Stryker-Brigade).