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USA-Experte Dr. Josef Braml analysiert für Focus Online - Teherans Hebel, die Straße von Hormus, offenbart die Grenzen amerikanischer Macht

Donald Trump, 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, muss registrieren, dass er im brisanten Konflikt mit dem Iran unter ständig zunehmendem politischen und militärischem Druck steht, auch die Wirtschaft wird erschüttert.

Dr. Josef Braml ist ein hoch renommierter USA-Experte, Buchautor, Publizist. Der promovierte Politikwissenschaftler schreibt preisgekrönte Bücher und verfasst Artikel in führenden deutschen Zeitungen sowie in internationalen Fachzeitschriften - wie auch für FOCUS ONLINE. Er wirkt als European Director der Trilateral Commission.

Dr. Braml nennt die Aspekte, um die es geht: „Munition, Geld und Zeit“.

Dr. Braml registriert die Diskrepanz zwischen Trumps Selbstverständnis als „starker Verhandler“, der „massive militärische Schläge“ androht und auch aktuell diesbezüglich weiter auf den Tisch haut. Mittlerweile sprechen die US-Vertreter erstaunlicherweise von „konstruktiven Gesprächen“. Was immer das auch ist. Dr. Braml konstatiert ein „strategisches Patt“. Schon interessant, dass Trump selbst betont, der islamischen Republik kein Vertrauen entgegen zu bringen, da er sich permanent belogen fühlt.

Dr. Braml schließt die Frage an: „Ob Washington seine Überlegenheit politisch, wirtschaftlich und logistisch lange genug durchhalten kann.“

Sein Beitrag für FOCUS ONLINE.

Durch die Hormus-Meerenge „verläuft unter normalen Umständen rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports.“ Wer dort das sagen hat, nimmt global Einfluss auf Energie-Zusammenhänge.

Mit brachialen Formulierungs-Eskapaden stellt Trump fest, seine Nation hätte die allumfassende Hormus-Kontrolle, dabei sind Lieferpfade für Schiffe immer noch ein Herd von Unsicherheit, dazu kommt, Ölpreise steigen weiter.

Dr. Braml erläutert bedeutsame Punkte: Der Iran verlangt „Vermögenswerte, Sicherheitsgarantien sowie Entschädigungen für die Schäden des Krieges mit den USA und Israel.“ Auch die USA formuliert im Gegenzug „Kompensationsansprüche“.

Eine Herangehensweise Irans ist „die Fähigkeit“, die Straße von Hormus „immer wieder zu stören, Unsicherheit zu erzeugen und damit die Energiepreise nach oben zu treiben.“

Dr. Braml bringt es auf den Punkt: „Trumps Problem: Militärische Überlegenheit garantiert noch keine außenpolitische Handlungsmacht.“ Vor allen Dingen, wenn einem die Munition ausgeht - wie z.B. Patriot-Raketen, auf die z.B. auch die Ukraine in der kriegerischen Auseinandersetzung mit Russland baut, die außerdem auch gegenüber China im Indopazifik ein Drohpotenzial darstellen sollen. Wenn man noch genügend hat – Dr. Braml: „Hochtechnologische Waffen sind außerordentlich effektiv, lassen sich aber im Ernstfall nicht beliebig schnell ersetzen.“

Es gibt zwei Gestalten, die sich ob diesese Szenarios mächtig freuen: Wladimir Wladimirowitsch Putin, seit 2012 diktarorisch agierender Präsident der Russischen Föderation, und Xi Jinping, seit 2013 Staatspräsident und „Überragender Führer“ der Volksrepublik China.

Ein Vorteil des Iran - Dr. Braml: „Autokratische Systeme verfügen in geopolitischen Krisen häufig über einen längeren Zeithorizont. Sie müssen sich nicht regelmäßig Wahlen stellen und können wirtschaftliche Belastungen leichter auf die Bevölkerung abwälzen.“

Der Herr des Weißen Hauses wir durch die Midterms, die „Zwischenwahlen 2026“, im Herbst in gewaltige Unruhe versetzt. Höhere Energiekosten oder Benzinpreise belasten amerikanische Kunden - und das sind alles Wähler, die dem obersten Republikaner den votierenden Vogel zeigen könnten.

Im Fokus steht die Mitglieder-Besetzung des Repräsentantenhauses der USA für den 120. Kongress. Datiert ist das Geschehen für den 3. November 2026, parallel mit der Neufindung des US-Senats der Vereinigten Staaten als Halbzeitwahlen.

Dr. Braml mit seinem Fazit: „Macht ist im 21. Jahrhundert nicht mehr allein von Flugzeugträgern und Bombern abhängt, sondern ebenso von industriellen Reserven, politischer Geduld und wirtschaftlichen Hebeln.“

Medial begleitet wird die Lage z.B. durch den SPIEGEL (Trump behauptet, die Straße von Hormus sei unter US-Kontrolle – Ölpreis steigt), durch die FRANKFURTER RUNDSCHAU (Straße von Hormus: Iran stellt harte Bedingungen – Ex-Pentagon-Chef fordert klare Absage aus Washington), durch die TAGESSCHAU (Trump erklärt Straße von Hormus für minenfrei), durch T-ONLINE (Trump: Straße von Hormus gehört uns – Neue Warnung an Iran) oderdurch die BERLINER ZEITUNG (Ölpreise steigen: Schiffsverkehr in der Straße von Hormus geht gegen Null).

Mehr über Dr. Josef Braml.

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