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Sandra Navidi ist Wirtschafts- und U.S. Politikexpertin, die seit über 25 Jahren in Manhattan lebt, CEO des Beratungsunternehmens BeyondGlobal und sowohl in den USA als auch in Deutschland als Rechtsanwältin zugelassen ist.
Sie analysiert im Rahmen eines N-TV-INTERVIEWS die aktuelle Rede von Donald J. Trump, 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, an die Nation. Sie sieht den Auftritt „als möglichen Wendepunkt“ und registriert eine „Carte Blanche“, die sich der Herrscher des Weißen Hauses ausstellte. Navidi warnt vor der Gefahr, dass sich Trump „den Boden bereitet, um das Wahlsystem ganz proaktiv zu manipulieren".
Navidi teilt ihre Gedanken über das US-Wahlsystem und warnt vor dessen Aushöhlung.
Trump hat offenbar die Zwischenwahlen („Midterms“) im Visier, die am 3. November 2026, zeitgleich begleitet durch 36 Gouverneurswahlen, stattfinden. Sein Ansatz ist wie immer die Einordnung der Präsidentschaftswahl 2020 als „stolen election“ durch seinen Vorgänger Joe Biden, der dann im Januar 2021 das Amt übernahm. Beweise hat das Trump-Team nie präsentiert. Nun verkündete Trump aus dem „Oval Office“ um 21 Uhr Ortszeit, dass auch China die Wahlen beeinflusst haben soll – und zwar durch millionenfaches „Hacking“ von Daten der Wähler-Registrierung, natürlich unterstützt durch Mitglieder des sogenannten „deep state“, die selbstredend in der Demokratischen Partei zu finden seien.
Deep State („Schattenregierung“) bezeichnet einflussreiche, im Hintergrund agierende Machtstrukturen innerhalb eines Staates.
US-geheimdienstliche Stellungnahmen schlossen das nach der Wahl Bidens zum 46. US-Präsidenten aus – und zwar mit „hoher Sicherheit" („high confidence").
Trump kündigt an, dass ein solcher Diebstahl nie wieder auftreten wird, diesbezüglich wird auch der sogenannte „Save America Act“ (The Safeguard American Voter Eligibility Act - ein Gesetzentwurf) forciert, die Wähler-Registrierung wird streng angegangen. Übersetzt: Trump ist alles recht und billig, um an der Macht zu bleiben.
Bei den „Midterms“ wird durch die Wähler darüber befunden, wer das Sagen im gesetzgebenden Kongress hat, die Demokraten oder Trumps Republikaner. Sollten sich die Mehrheitsverhältnisse im Kongress (Repräsentantenhaus, Senat) ändern, dürften die trumpschen Ziele schwer zu erreichen sein.
Das komplette Repräsentantenhaus (435 Abgeordnete: aktuell 217 Republikaner, 212 Demokraten, ein Sitz ist unabhängig besetzt, fünf Sitze sind offen) wird neu bestimmt, dazu auch 35 der 100 Sitze im Senat (aktuell 53 Republikaner, 45 Demokraten, 2 Unabhängige).
Lesenswert ist auch das Interview von BR24 mit Navidi, in dem sie drastisch und treffend formuliert: „Trump betreibt einen Putsch von innen". Außerdem blickt sie ähnlich in die Zukunft: „Amerika wird sich grundlegend verändern. Das Land, das wir kannten, gibt es in dieser Form nicht mehr – und es wird auch nicht zurückkommen.“ Sie bringt es auf den Punkt: „Überspitzt gesagt, haben wir bereits eine Art Diktatur.“
Auch für den MERKUR bezieht Navidi im Rahmen einer Kolumne Stellung – auch hier drastisch: „Wollten Sie auch schon einmal wissen, wie es sich anfühlt, jemanden zu töten? Mit gleich mehreren Kopfschüssen aus nächster Nähe, sich zu fühlen, als Herr über Leben und Tod? Dann sollten Sie sich bei der amerikanischen ICE-Behörde bewerben. Dort können Sie Menschen töten, die nicht einmal im Verdacht stehen, etwas Illegales getan zu haben. Und das Beste: Sie haben keinerlei Konsequenzen zu fürchten, zumindest bisher nicht.“
Die „U.S. Immigration and Customs Enforcement“ ist eine US-Bundesbehörde für Einwanderungs- und Zollangelegenheiten (untersteht dem US-Heimatschutzministerium), deren Hauptaufgaben die Aufenthaltsüberwachung und Abschiebung von Migranten ohne gültigen Aufenthaltsstatus im Landesinneren der Vereinigten Staaten sind.
Der Politikwissenschaftler Prof. Thomas Jäger, er lehrt seit 1999 Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln, ist davon überzeugt, wie auch er in einem NTV-Gespräch betont, es sei kein zufälliges Ereignis, dass Trump ausgerechnet aktuell das US-Wahlsystem in Frage stellt.
Interessant ist auch die mediale Aufbereitung durch die FRANKFURTER RUNDSCHAU (Rede an die Nation: Trump bereitet Boden für Zweifel an Midterms-Ausgang).
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