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US-Experte Dr. Josef Braml via FOCUS ONLINE über Donald Trumps Kriegsminister Hegseth und Amerikas Iran-Krieg im Namen Jesu Christi

Dr. Josef Braml ist Politikwissenschaftler, USA-Experte und European Director der Trilateral Commission - einer einflussreichen globalen Plattform für den Dialog eines exklusiven Kreises politischer und wirtschaftlicher Entscheider/innen Amerikas, Europas und Asiens.

Es geht darum, dass der Kriegsminister (Secretary of War - Militärzeit in Kuba, Irak, Afghanistan) von Donald Trump, ehemals 45. und seit geraumer Zeit auch 47. Präsident der USA, Peter „Pete" Brian Hegseth „den Iran Konflikt religiös auflädt“. Dr. Braml schlüsselt die unglaublich gefährliche Konstellation für FOCUS ONLINE auf.

Dr. Braml konstatiert „ein moralisch religiöses Framing“, das „innenpolitisch“ mobilisiert, allerdings „außenpolitisch“ Möglichkeiten des Handelns beschränkt – so eventuelle „Deeskalation, delegitimierte Diplomatie“. Dr. Braml betont, dass sich „Hardliner“ freuen, die den Begriff „Glaubenskrieg“ bevorzugen, letztendlich stellt diese Konstellation einen „Rückfall amerikanischer Sicherheitspolitik“ dar, basierend auf Bibelzitaten, Gebeten um militärischen Erfolg.“

Für den messianischen Republikaner Hegseth, ehemals TV-Kommentator (Fox News) und Major der Heeres-Nationalgarde, gib es nur „Gut und Böse“, das ist Wasser auf die iranischen Propaganda-Mühlen.

In diesem Zusammenhang ist sicherlich die Story interessant, dass Hegseth im Januar 2021 eigentlich zu den 20000 Nationalgardisten gehörte, die im Rahmen der Amtseinführung von Joe Biden, 46. Herr im Weißen Haus, für Sicherheit sorgen sollten.

Hegseth galt jedoch als Risikofaktor, da seine Tattoos aggressiv‑religiösen Nationalismus, Kriegsbereitschaft, ideologische Härte dokumentieren - z.B. ein islamophobes Jerusalemkreuz (1099 wurde es durch den Kreuzritter Gottfried von Bouillon zum ersten Mal als Wappen gebraucht), die US-amerikanische Flagge, ein Sturmgewehr, der Ausspruch „Deus Vult“ (lat: „Gott will es“ - es geht um die Rückeroberung des Heiligen Landes), der den Kreuzfahrern zugeschrieben wird (konkret ein Kreuzzug-Schlachtruf von Papst Urban II, 1095, um das Vorhaben als göttlichen Auftrag darzustellen) und der arabische Begriff „Kafir“ („Ungläubiger“ - als ein Aufruf zur Feindseligkeit zu verstehen) - alles zu finden auch bei rechtsextremen Gruppen.

In einem Interview mit dem DEUTSCHLANDFUNK stellt Dr. Braml heraus, dem Nazismus von Trump „selbstbewusst begegnen“ zu müssen. 

Hintergrund ist, dass der „Trump-Konflikt mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz“ eskaliert, weil sich der Sauerländer ihm widersetzt.

Mehr über Dr. Josef Braml

 

 

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Rüdiger von Fritsch

Von 2014 bis 2019 deutscher Botschafter in Moskau, zuvor, von 2010 bis 2014, deutscher Botschafter in Warschau. Seit 2020 ist er Partner der Consultingagentur "Berlin Global Advisors".