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Prof. Dr. Volker Busch ist seit über 20 Jahren als Arzt, Wissenschaftler, Autor und Vortragsredner tätig. Seine Spezialität ist die Welt von Geist und Gehirn. Er schreibt eine monatliche Kolumne für eine Zeitschrift aus der Handelsblatt-Gruppe, hat einen regelmäßigen Blog „Buschtrommel” und produziert Videos und Podcasts.
Er stellt sich die Frage: „Lässt uns ein schlechter Rhythmus schneller altern?“
Eine frisch in „Nature Communications“, renommierte und multidisziplinäre Open-Access-Fachzeitschrift, veröffentlichte Studie hat einen erstaunlichen Zusammenhang belegt: Der Rhythmus, in dem wir uns durch den Tag bewegen, sagt etwas darüber aus, wie schnell unser Körper altert.
Literatur: Shim, J. and J.-P. Onnela, Longitudinal digital phenotyping of activity rhythms and biological aging using commercial wearables (Nature Communications, 2026).
Ein Team der Harvard School of Public Health wertete die täglichen Schritte von 2.222 Teilnehmern aus, und das prospektiv über die Dauer von knapp vier Jahren (insg. 8.447 Personenjahre).
Parallel wurde jährlich das biologische Alter über die sogenannte „PhenoAge“ bestimmt, ein aus neun Blutparametern berechneter Biomarker. Ausgewertet wurden Intensität, Zeitpunkt und Regelmäßigkeit der täglichen Bewegung sowie die Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe.
Die Ergebnisse waren bemerkenswert:
Kontrast: Menschen mit ausgeprägtem Wechsel zwischen aktiven Wach- und ruhigen Nachtstunden zeigten eine bis zu 46% geringere Wahrscheinlichkeit des beschleunigten Alterns.
Konsistenz: Wer seinen Rhythmus konstant hielt (ähnliche Aufsteh- und Zubettgehzeiten und Aktivitätsprofile), zeigte ebenfalls ein geringeres Risiko für Alterungsprozesse. Bei Männern war der Zusammenhang weniger eindeutig, bei Frauen lag er statistisch bei 15%.
Zeitpunkt: Die „Akrophase“ der hauptsächlichen Aktivität am späten Nachmittag oder Abend war mit einem 22% höheren Risiko schnelleren Alterns verbunden. Umgekehrt lässt sich daraus zwar nicht automatisch schließen, dass ein früher „Peak“ schützt, aber eine Verschiebung nach hinten war ungünstig.
Bei Männern zeigte sich ein weiteres Warnsignal: Ein zerhackter Tagesbogen mit morgendlicher Unruhe, gedämpfter Aktivität am Tag und einem zweiten Aktivitätsanstieg in den späten Abend- oder frühen Nachtstunden (sog. biphasisches Aktivitätsmuster) war ebenfalls mit beschleunigten biologischen Alterungsprozessen verbunden.
Cave: Die Arbeit allein ist kein ausreichender Beleg für eine Verjüngung durch einen geregelten Tagesplan. Man darf die Zusammenhänge nicht vereinfachen. Aber sie zeigt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Rhythmus und Biomarkern, und das erstmals in einem Längsschnittverfahren, das Aussagen über simple Querschnittskorrelationen hinaus erlaubt. Die Studie zeigt, dass es eben nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Verteilung der Bewegung ankommt.
Der Vorschlag von Prof. Dr Busch: Halten Sie einen möglichst regelmäßigen Tagesrhythmus, auch am Wochenende. Verlegen Sie Ihre Hauptaktivität nicht in den späten Abend, sondern vielleicht eher in den Vormittag, wenn möglich. Vermeiden Sie in jedem Fall das nächtliche Wiederhochfahren durch lange Bildschirmzeiten, spätes Essen oder ausgeprägte körperliche Unruhe.
Prof. Dr. Busch sitzt in diesen Wochen an einem Text über Chronobiologie für eine bald erscheinende Publikation. Die aktuellen Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie wichtig regelmäßige Rhythmen für uns Menschen zu sein scheinen.
Es erinnert an einen schönen Satz, der dem großen Goethe in den Mund gelegt wird: „Alles Glück beruht auf der regelmäßigen Wiederkehr der äußeren Dinge.“
Die mächtig erfolgreiche Tour von Prof. Dr. Busch mit dem Titel „Zuversicht - eine Kraft, die uns stark macht“ findet eine Fortsetzung.
Anlaufpunkte sind 24 reizvolle deutsche Städte in Deutschland und Österreich zu den folgenden Terminen:
08.04.27 - Do - Graz - Stefaniensaal
11.04.27 - So - Wien - Orpheum
13.04.27 – Di - München - Schlachthof
28.04.27 - Mi - Rheine - Stadthalle
04.05.27 - Di - Lübeck - Kolosseum
05.05.27 - Mi - Bremen - Glocke
06.05.27 - Do – Hamburg - kl. Laeiszhalle
07.05.27 - Fr – Berlin - Anna Spree
08.05.27 - Sa - Kiel - Max
11.05.27 - Di - Augsburg - Spectrum
13.05.27 - Do – Würzburg - CCW
14.05.27 - Fr – Gelsenkirchen - Kaue
15.05.27 - Sa – Heidelberg - Halle 02
21.09.26 - Di – Friedrichshafen - GZH
28.09.27 - Di - Marburg - Erwin Piscator
30.09.27 - Do - Dresden - Schauburg
01.10.27 - Fr - Potsdam - Schinkelhalle
02.10.27 - Sa - Rostock - Moya
06.10.26 - Mi – Hannover - RP5 Stage
07.10.27 - Do - Mainz - Kuz
08.10.27 - Fr - Nürnberg - Meistersingerhalle
09.10.27 - Sa - Münster - Kap 8
26.10.27 - Di - Mönchengladbach - TiG
27.10.27 - Mi - Rheda-Wiedenbrück - Flora
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