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Joschka Fischer ist immer noch einer der prominentesten deutschen Politiker, dem sein intensives politisches Engagement einen beispiellos wechselvollen Werdegang bescherte. Der grüne Politiker war von 1998 bis 2005 Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Der auch im Ausland hoch geachtete Staatsmann, erfolgreiche Autor und außergewöhnliche Rhetoriker hat nach seiner politischen Karriere eine eigene Firma gegründet und ist inzwischen Berater bei verschiedenen großen Unternehmen.
Am 10. Juni war er zu Gast im ARD-Polit-Talk von Moderatorin Sandra Maischberger (59).
Der Talk.
Die Sendung wird seit Mai 2022 dienstags und mittwochs mit dem Titel „maischberger" ausgestrahlt. Die Gastgeberin spricht mit immer unterschiedlichen Gästen aus differenten Bereichen (insbesondere Politik und Journalismus) über aktuelle, gesellschaftlich und politisch bedeutsame Aspekte.
Fischer hatte natürlich keine Scheu, die Bundesregierung mit Bundeskanzler Friedrich Merz an der Spitze mit seiner Kritik zu konfrontieren.
„Ich habe ihn nicht gewählt, das wird Sie nicht erstaunen.“ Ein Satz in Richtung Merz, der an Deutlichkeit kaum zu überbieten waren.
Zur zunehmenden politischen Potenz der „Alternative für Deutschland“ (AfD) nahm er natürlich auch warnend Stellung, den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke und seine jüngsten verbalen Entgleisungen positionierte er kalt ins Visier.
Themen waren geopolitische Konstellationen, das Schicksal der North Atlantic Treaty Organization (NATO) auch, als Verteidigungsbündnis 32 europäischer und nordamerikanischer Nationen, sowie natürlich, unvermeidbar, die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Dazu konnte die deutsche Wirtschaft schlecht ausgespart werden.
Fischer konstatierte aktuell „dauerhafte wirtschaftliche Schwäche“. Auf der anderen Seite gewaltige Aufgaben z.B. und nicht nur im sozialen Bereich, im Zuge der Bildung oder beim Angehen, technologische Defizite abzubauen. „Das können wir uns im 21. Jahrhundert nicht erlauben.“ Genau wie auch nicht die Dominanz von egomanischer Parteipolitik, die „fundamentale Reformen“ verhindert und nicht „unser Land“ im Fokus hat.
Auch aus seinen Ansichten zur Außenpolitik machte Fischer kein Geheimnis, er analysierte die Gemengelage um Donald Trump, 47. Präsident der USA, um die NATO, um Wladimir Wladimirowitsch Putin, diktatorischer Präsident der Russischen Föderation und Ex-Mitarbeiter des KGB, dem multiple Kriegsverbrechen zugeschrieben werden, und um den Aufstieg der Volksrepublik China mit dem vor Macht strotzenden Staatspräsidenten Xi Jinping an der Spitze, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas und außerdem Vorsitzender der Zentralen Militärkommission.
Fischer zögerte nicht, deutlich zu erläutern: „Wenn es ernst würde mit einer Konfrontation im NATO-Gebiet, weiß ich nicht, ob auf Trump Verlass wäre.“ Dazu kommt: „Es ist leicht gesagt: mit Putin reden. Aber will er reden? Möchte er doch nicht.“
Verbunden mit diesem thematischen Strang, sparte er auch nicht mit Kritik an Altkanzler Gerhard Schröder und seiner Nähe zu Putin.
Die mediale Abdeckung der Sendung erfolgt bspw. durch die WELT, auch durch die BILD, genau wie durch die Berliner MORGENPOST oder durch den EXPRESS.
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