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Israels Extremist Itamar Ben-Gvir sorgt für Entsetzen – Prof. Michel Friedman kann die Situation einordnen

Itamar Ben-Gvir ist Israels populistischer, religiös-fundamentalistische Minister für Nationale Sicherheit, aktuell sorgt der Rechtsanwalt, Knesset-Abgeordnete und Vorsitzende der kahanistischen (Kahanismus: extremistische, rassistische und religiös-fundamentalistische Strömung des Zionismus) und anti-arabischen Partei Otzma Yehudit („Jüdische Kraft") wieder mit exessiv radikalen Aussagen für globale Empörung - gefordert werden EU-Sanktionen. Ben-Gvir ist eine der am stärksten gegenwärtig polarisierenden Gestalten. 

Der DEUTSCHLANDFUNK ordnet Ben-Gvir treffend ein: „Ben-Gvir gilt für Ministerpräsident Netanjahu als der entscheidende innenpolitische Machtgarant. Ohne die Abgeordneten seiner rechtsextremen Partei würde Netanjahus Regierungskoalition ihre parlamentarische Mehrheit in der Knesset sofort verlieren. Ben-Gvir nutzt dies gezielt aus.“

Prof. Dr. Dr. Friedman, Publizist, Rechtsanwalt, Philosoph und ehemals auch Vorsitzender des Zentralrats der Juden ist ein vehementer Kritiker von Ben-Gvir, ob das in Talkshows und medialen Gastbeiträgen ist. Er war 2001 bis 2003 Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses und ist Gastgeber einer politischen Gesprächsreihe im Berliner Ensemble.

Sein Buch „Mensch - Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten" (2025 - Foto) ist ein Weckruf, die Demokratie nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu gestalten. Ein drängender Appell, für Würde, Rechte, Vielfalt und Freiheit zu kämpfen, bevor es zu spät ist.

Prof. Friedman spricht in einem Interview mit der DEUTSCHEN WELLE über eine sich enthemmende israelische Regierung, über „Koalitionen, die unerträglich sind“, über ein sich Bewegen in eine „mehr und mehr /…/ rechtsextreme Richtung.“ Was für ihn von großer Bedeutung ist: „Dieses Land befindet sich mitten in einem Krieg, und trotzdem demonstrieren jeden Tag Menschen gegen die Regierung".

Beeindruckend war auch die Präsenz von Prof. Friedman im Rahmen einer Rede zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele.

Diese Rede wurde auch durch den SPIEGEL begleitet.

Im Rahmen eines durch die ehemalige Hamas-Geisel Rom Braslavski initiierten Podcast, der am 16. August 2026 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, lässt der rechtsradikale Ben-Gvir keinen Zweifel aufkommen, dass er eine massive Eskalierung der Härte im Gazastreifen will.

Ben-Gvir, 2007 durch ein Gericht Israels wegen rassistischer Aufhetzung und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verurteilt, fordert Massentötungen, konkret „jede Nacht 30 bis 40 Menschen gezielt auszuschalten“. Dabei sollen sich die Eliminierungen nicht nur auf militante Palästinenser fokussieren, sondern auf dort lebenden Menschen, die „des Lebens nicht würdig“ und „nicht einmal Menschen“ seien. Zudem betont er: „Ich sehe ganz Gaza als unseres an“. Gaza sei Israels Eigentum, er gebraucht den Begriff „Bevölkerungsaustausch“.

Seine Äußerungen werden in Deutschlands Parteienlandschaft parteiübergreifend als menschenverachtend verurteilt. Auch europäische jüdische Gemeinden empören sich.

Mehrere EU-Nationen sprachen ein Einreiseverbot für Ben-Gvir aus: Spanien, Frankreich, Niederlande, Irland, Slowenien, so positionierten sich auch Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland und Norwegen.

Ben-Gvir, der in einer israelischen Siedlung bei Hebron (besetztes Westjordanland) lebt, tut sich als Blockierer internationaler Friedens- und Waffenstillstandsinitiativen hervor oder droht Benjamin Netanjahu, dem aktuellen Ministerpräsidenten Israels, mit dem Bruch der Koalition im Fall potenzieller Gaza-Zugeständnisse.

Hoch interessant ist im Gesamtzusammenhang auch ein Artikel der JÜDISCHEN ALLGEMEINEN, in dem sich Prof. Friedman sehr deutlich positioniert

Mehr über Prof. Michel Friedman.

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