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Martin Kobler ist studierter Jurist und war Diplomat, u.a. deutscher Botschafter in Pakistan (2017 bis 2019 - zählte mit mehr als 280 000 Followern auf Twitter zu den bekanntesten Diplomaten) und Sondergesandter der Vereinten Nationen (UN) in Libyen (2015 bis 2017 - wo auch ein Attentat auf ihn vereitelt wurde). Im Auswärtigen Dienst wirkte er ab 1983 (erst zweijähriger Vorbereitungsdienst, dann Beamtenlaufbahn im höheren Auswärtigen Dienst).
Seine Gesprächspartner beim HighNoon Expertentalk:
• Gilda Sahebi , Politikwissenschaftlerin und Autorin
• Christian Böhme, Ressortleiter Internationale Politik, Tagesspiegel
Kobler kennt die Herausforderungen aus unmittelbarer Nähe, insbesondere mit Blick auf die Möglichkeiten und Grenzen der UN. Seit 2020 ist er Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr (Hamburg).
Tiefblickend ist auch der aktuelle Tagesspiegel-Gastbeitrag: „Trumps Feldzug gegen den Iran: Es ist ein Krieg ohne Plan und rechtliche Grundlage“.
In diesem wird klar: „Eine militärische Intervention darf nur auf Basis überprüfter Fakten und des Völkerrechts erfolgen – und zwar vor dem Einsatz von Gewalt. Beides fehlt beim US-Angriff auf den Iran.“
Kobler setzt sich für die UN-Prinzipien genau wie für Frieden mit innovativen Ideen kontinuierlich ein. Seine Perspektive ist nicht akademisch, sondern zutiefst praktisch, er kennt das fragile Gleichgewicht zwischen Diplomatie und Eskalation.
Er beantwortet die Fragen, welche Rolle klassische Diplomatie in einer Welt im Umbruch spielt, was kann politische Vermittlung in Zeiten von Krieg und Krisen noch bewirken und wo Grenzen internationaler Verhandlungen liegen. Sein Spezialgebiet ist der Nahe und Mittlere Osten und Afrika.
Die Geopolitik stellt alles auf den Kopf - und Europa scheint zu wanken. Doch was tun, wenn die Welt bebt? Diese zentrale Frage treibt Kobler an, er analysiert die tektonischen Verschiebungen der globalen Ordnung - und sucht nach Wegen, wie Europa darin wieder Tritt fassen kann, auch wenn man große Ratlosigkeit diagnostizieren kann, auch wenn gewohnte Gewissheiten zusammenbrechen, während autoritäre Führer die Spielregeln neu schreiben. Die Phase der Verunsicherung ist auch eine historische Chance, Europas Selbstverständnis zu erneuern - politisch, kulturell und strategisch.
Heute engagiert sich Kobler bei der 2022 gegründeten Initiative „Diplomats without Borders“ (DWB) für Lösungen in globalen Konflikten und internationale Zusammenarbeit, er ist Berater und Kommentator für außenpolitische Fragen.
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