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Dr. Josef Braml ist Politikwissenschaftler und sehr renommierter USA-Spezialist, der als European Director für die Trilateral Commission wirkt. Auch er analysiert die aktuelle Rede von Donald J. Trump, 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, an die Nation.
Dr. Braml verdeutlicht, diese Rede „war weniger eine Erklärung der Vergangenheit als eine Vorbereitung der Zukunft.“
Prognostiziert werden kann ein „gefährlicher Ausnahmezustand.“
Seine Ausführungen für den FOCUS.
China soll via Hacking bei der Wahl zur Präsidentschaft 2020 eingegriffen haben, sinnierte Trump, Joe Biden übernahm dann 2021 das Weiße Haus. Dr. Braml: „Trumps China-Vorwürfe sind brandgefährlich.“ Für ihn zeichnet Trump „das Bild einer Allianz zwischen einem äußeren Feind und einem inneren Feind.“ China und der „Deep State“.
Und somit werden eventuelle Maßnahmen, die ergriffen werden, schon jetzt mit „politischer Rechtfertigung“ versehen.
Trump hat eine „politische Mission“, die „über rechtlichen Grenzen steht.“
Oder anders formuliert: „Autoritäre Machtkonzentration /…/ wird fast immer mit dem Hinweis auf eine außergewöhnliche Bedrohung legitimiert.“
Bei den Zwischenwahlen am 3. November wird „über den weiteren Verlauf seiner Präsidentschaft entschieden“. Trump muss verhindern, dass die „parlamentarische Kontrolle der Exekutive“ wieder funktioniert, es kommt u.U. zum Ausrufen eines „nationalen Notstands im Bereich der Wahlen.“
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