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Dr. KT zu Guttenberg über die zerfallenden Beziehungen zwischen den USA und Europa - „Eine Abfolge von Demütigungen“ - dazu Interview mit Prof. Dr. Niall Ferguson

Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg ist einer der bekanntesten europäischen Politiker, ehemaliger Minister für Wirtschaft und Technologie und ehemaliger Verteidigungsminister der Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen seines aktuellen Newsletters „Neuland“ verdeutlicht er, dass man feststellt, „manchmal zerfällt ein Gebilde nicht in einer großen historischen Geste, sondern in einer Abfolge von Demütigungen.“

Das passiert mit den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Europa. Aktuell im Detail - Dr. zu Guttenberg: „Innerhalb weniger Tage drohte Donald Trump“, der zurzeit 47. Präsident der USA, „mit 25 Prozent Zöllen auf europäische Autos, kündigte erneut den Abzug amerikanischer Soldaten an und kassierte die geplante Stationierung amerikanischer Mittelstreckenwaffen.“ Beim Stichwort Soldaten spricht der Herr des Weißen Hauses von „weit mehr als 5000.“

Mittlerweile wirkt Dr. zu Guttenberg als Unternehmer, Unternehmensberater, Fernsehmoderator (RTL), Podcaster. Als „Distinguished Statesman“ (Non Resident) am Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington fördert er den transatlantischen Dialog zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Themen. 

Er betont: „Es wäre zu kurz gegriffen, die Gründe für die jüngste Eskalation allein in Washington zu suchen. Europa hat sich zu ausgiebig „bequeme Illusionen geleistet.“ Dr. zu Guttenberg macht deutlich, was diese waren: „Man glaubte, ökonomische Sicherheit durch politische Nachgiebigkeit erkaufen zu können. Als die EU im Sommer 2025 dauerhaft hohen US Zöllen zustimmte, wurde diese Schwäche als Stabilitätsgewinn verkauft.“

Festzustellen ist, analysiert Dr. zu Guttenberg: „Nun verhält sich Trump so, als habe es dieses Arrangement nie gegeben.“ Deshalb ist eines nachvollziehbar: „Die Strategie des Einlenkens hat sich als wirkungslos erwiesen. Militärisch ist die Lage noch verzwickter. Was einst Allianz hieß, erscheint inzwischen als Provisorium auf Widerruf."

Es geht dringend um die Klärung: „Was lässt sich tun, aus europäischer Sicht?“

Der Newsletter ist hier nachzuvollziehen

Dr. zu Guttenberg schreibt über das „transatlantische Provisorium“ …. über „Lebenslügen“ Europas …. über die Annahme, es gäbe ein „emotionales Sonderverhältnis“ zur USA …… über den „Stresstest einer Ordnung“ …… über die Tatsache, dass Trump „wirtschafts  und sicherheitspolitische Instrumente als persönliche Waffe begreift“ …… über das Agieren von Bundeskanzler Friedrich Merz, eigentlich ein „erklärter Transatlantiker“…… über die Annahme, „der Zustand des transatlantischen Verhältnisses sei primär eine Frage von Tonfall und Psychologie“ …… darüber, „militärisch ist das transatlantische Gefüge (heute) ein architektonisches Paradox“ …… er sieht ein „Europa zwischen Trotz und Trägheit“ …… nennt aber auch Gründe für „Zuversicht“. 

Passend dazu lohnt sich auch das dokumentierte Gespräch, das Dr. von Guttenberg mit dem britisch-US-amerikanischen Historiker Prof. Dr. Niall Ferguson führte, dessen überragende Expertise die Universitäten Stanford, Harvard, Oxford und die London School of Economics and Political Science auszeichnete.

Das Ferguson-Interview

Ein wahrlich brillanter Intellektueller und Senior Fellow der US-amerikanischen Denkfabrik „Hoover Institution on War, Revolution, and Peace“ (wissenschaftliche Einheit von Stanford).

Mehr über Prof. Dr. Niall Ferguson

Mehr über Dr. KT zu Guttenberg

 

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Martin Wezowski

Chief Futurist bei SAP. Er ist verantwortlich für die langfristige Innovationsvision der SAP als Grundlage für die Vorausschau und Innovationsstrategie des Unternehmens. Seine Aufgabe ist es, "zu wissen und zu zeigen, was für SAP und die Zukunft der Arbeit als Nächstes ansteht". Genauer gesagt, entwickelt er zukünftige Software- und Plattformkonzepte, Erzählungen und Ausblicke, definiert und betreibt Innovationsrahmen, um SAP und das umfangreiche Ökosystem des Unternehmens auf die Zukunft vorzubereiten.