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Dr. KT zu Guttenberg ist einer der bekanntesten europäischen Politiker, ehemaliger Minister für Wirtschaft und Technologie und Verteidigungsminister. Mittlerweile wirkt er als Unternehmer, Unternehmensberater, als „Distinguished Statesman“ (Non Resident) am Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington und fördert den transatlantischen Dialog zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Themen.
Der Begriff „Deutscher Herbst" ist bekannt aus dem Jahr 1977:
Die Ermordung von Hanns Martin Schleyer, 1973 bis 1977 deutscher Arbeitgeberpräsident, seit 1977 Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, und weiterer vier Personen, durchgeführt durch die linksextremistische, terroristische Rote Armee Fraktion (RAF). Ziel der Aktion war es. Inhaftierte aus deutschen Gefängnissen freizupressen (palästinensische Terroristen der Volksfront zur Befreiung Palästinas sowie Repräsentanten der ersten RAF-Generation).
Schauplatz „Mogadischu“, die Hauptstadt Somalias - wo die auf dem Flug von Palma de Mallorca nach Frankfurt durch vier Palästinenser entführte Lufthansa-Maschine „Landshut“ von einem deutschen GSG 9-Kommando (Grenzschutzgruppe 9 der Bundespolizei) am 18. Oktober befreit wurde. Mehr sicherheitspolitische Brisanz war damals fast undenkbar, SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt setzte kompromisslos eine militärische Lösung in die Tat um.
Der Stammheimer Strafprozess (Mai 1975 bis April 1977 vor dem Oberlandesgericht Stuttgart), des mehrfachen Mordes und des vielfachen Mordversuches angeklagt waren die Anführer der RAF-Fraktion der ersten Generation (Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Holger Meins, Jan-Carl Raspe).
Dr. zu Guttenberg: „Die noch immer junge Republik im Ausnahmezustand, die sich in der Krise behauptete - nicht ohne Blessuren, aber ohne sich selbst aufzugeben.“
Knapp fünf Dekaden danach gibt es erneut einen „Deutschen Herbst“ - drei Wahltermine: am 6. September votiert der „Sovereign“, die deutschen Wähler, im Bundesland Sachsen-Anhalt (Landtagswahl), am 20. September in Mecklenburg-Vorpommern (Landtagswahl) sowie in der bundesrepublikanischen Hauptstadt Berlin (Wahl zum Abgeordnetenhaus).
Dr. zu Guttenberg in seinem aktuellen Newsletter NEULAND.
Dr. zu Guttenberg: „Und doch steht wieder etwas Grundsätzliches zur Disposition – die Frage, ob die Menschen in der politischen Mitte unseres Landes noch Mehrheiten bilden können, die diesen Namen verdienen.“
Ergänzt durch eine weitere Einordnung: „Die Fragmentierung des Wählervotums frisst sich von Ost nach West. Der Herbst 2026 wird nun zeigen, wie weit sie im Osten bereits gediehen ist.“
Wie wird die „Alternative für Deutschland“ (AfD) positioniert? Eine Partei, deren sächsischer Landesverband „der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch einstuft.“
Dr. KT zu Guttenberg prognostiziert eine „Systemprüfung“. Während dieser dezidiert etwas gefordert werden muss:
„Eine Politik, die wieder überzeugt - inhaltlich und personell. Zur Wahl steht im September nicht allein das Unwesen der AfD. Zur Wahl steht, ob die Mitte noch etwas zu sagen hat, das man wählen möchte. Andernfalls driftet der notwendige Kampf gegen Extremismus in die Selbstaufgabe.“