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Deutsche Mondlandung avisiert - Raumfahrtprogramm „Artemis"

Im Zuge des bemannten Raumfahrtprogramms „Artemis", von den USA betrieben, will die, wie die japanische und kanadische Raumfahrtagentur (JAXA: Japan Aerospace Exploration Agency - CSA: Canadian Space Agency), am Programm beteiligte ESA (European Space Agency), die europäische Weltraumorganisation, die durch die 23 Mitgliedstaaten ein größeres finanzielles Fundament (22,1 Milliarden Euro - Deutschland, Frankreich, Italien sind die dominierenden Beitragszahler) erhalten wird, einem deutschen Astronauten als Teilnehmer einer Mondmission den Weg zum Erdtrabanten ebnen.

Ob es auch einen bundesrepublikanischen Fußabdruck (wie zuletzt bei  Apollo 17: letzter bemannte Flug zum Mond) geben wird, das ist noch nicht fixiert, genauso wenig wie der genaue Zeitpunkt, der noch Jahre auf sich warten lassen könnte. Das gilt auch für das Zukunfts-Ziel Mars.

Auch Frankreich sowie Italien sollen partizipieren, kein Wunder, wenn man berücksichtigt, wer den größten finanziellen Aufwand treibt. Deutschlands Beteiligung liegt bei 5,4 Milliarden Euro. 

Potenzielle Protagonisten wären Dr, Alexander Gerst (49) sowie Dr. Matthias Maurer (55), die dann den Mond erkunden sollen, alles durch mehrere Missionen. Dr. Gerst und Dr. Maurer absolvierten schon Missionen auf der Internationalen Raumstation ISS (zu verstehen als menschlicher Außenposten, 250 internationale Menschen waren bereits dort), das wird für „Artemis“ vorausgesetzt.

Die Trainingsphase (inklusive Mond-Simulator) wird zusammen mit Thomas Pesquet (Frankreich, Airbus A320-Pilot) und Samantha Cristoforetti (ehemalige Kampfpilotin, erste Italienerin und erste europäische Frau im Weltraum sowie 2022 erste europäische ISS-Kommandantin) in Bückeburg durchlaufen.

Avisiert ist, dass 2026 im Rahmen der Test-Mission „Artemis 2" (zehn Tage) der Mond umrundet wird. 2027 könnte dann während „Artemis 3" wieder eine Mondlandung vollzogen werden, 2028 ist „Artemis 4" (mit deutscher Beteiligung) vorgesehen, für 2030 „Artemis 5".

Die ESA und das Bremer Airbus-Werk liefern das europäische Servicemodul für das „Orion"-Raumschiff (bringt Astronauten in die Umlaufbahn des Mondes), eine Mondstation („Gateway") soll konstruiert werden und den Mond umkreisen.

Die Aspekte Sicherheit sowie Verteidigung werden bedeutungsvoll.

Vor über einem halben Jahrhundert war zuletzt ein Mensch auf dem Mond, prägend waren die Apollo-Missionen (1969 bis 1972, zwölf Astronauten der USA führten Mondspaziergänge durch). Neil Armstrong war am 21. Juli 1969, als Kommandant von Apollo 11, der Pionier schlechthin, als er um 02:56:20 Uhr (UTC: Coordinated Universal Time - koordinierte Weltzeit) als erster Mensch die Mondoberfläche betrat.

Eugene Cernan, Kommandant von Apollo 17, war am 14. Dezember 1972 bislang der letzte „Held“. 

Der erste Deutsche im All war 1978 Sigmund Jähn (Jagdflieger, Kosmonaut, Generalmajor der Nationalen Volksarmee), ihm folgten bislang zwölf weitere Deutsche. Die erste Frau war Dr. Rabea Rogge (privat finanzierte, kommerzielle Mission).

Dr. Maurer war 2021 bis 2022 beim ersten Flug („Cosmic Kiss“) eines deutschen Astronauten mit einer Dragon-Raukapsel dabei (kommerzielles NASA-Crew-Programm zur ISS), Dr. Gerst war 2018 („horizons“) erster deutscher Kommandant auf der ISS, 2014 hatte er einen Außenbordeinsatz („Blue Dot“). Vor Ihnen waren Ulf Merbold (1994, 1992, 1983 – u.a.  erste ESA-Mission zur russischen Raumstation MIR, Vorbereitung des europäischen Weltraumlabors Columbus, Inbetriebnahme des durch die ESA gebaute Weltraumlabors Spacelab) und Prof. Ulrich Walter (1993 – u.a. brachte das Space Shuttle Columbia das zweite deutsche Raumlabor „Spacelab“ in den Orbit) prägende Persönlichkeiten.

Dr. Ulf Merbold: Astronaut, Physiker und ehemaliger Leiter der Astronautenabteilung der ESA, der als erster Nicht-Amerikaner an einem Flug des Space Shuttle teilnahm.

Prof. Ulrich Walter: Ordinarius für Raumfahrttechnik an der Technischen Elite-Universität München. Er wurde 1987 das, was für die meisten Menschen ein Traum bleibt: Astronaut. Er nahm vom 26. April bis 6. Mai 1993 an der D-2 Mission (Zweite Deutsche Raumfahrt-Mission) teil und umkreiste im europäischen Raumlabor SPACELAB und mit der Raumfähre COLUMBIA zehn Tage die Erde. Für N24 verfasst er die Kolumne „Wissen schafft was".

Ein Einblick in das aktuelle Medien-Echo – der SPIEGEL (Deutscher soll zum Mond fliegen), die TAGESSCHAU
(ESA will deutschen Astronauten zum Mond schicken), der SWR (Nächster Halt Mond? Künzelsauer Alexander Gerst könnte als erster Deutscher zum Mond fliegen), die BILD (Hurra, wir fliegen zum Mond), der NDR (Flug zum Mond: Zwei Deutsche trainierten dafür in Bückeburg), die ZEIT (ESA bestätigt deutsche Teilnahme an geplanter Mondmission).

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