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Das neue Werk von Prof. Hans-Werner Sinn - „Trump, Putin und die Vereinigten Staaten von Europa: Ein Essay“

Prof. Hans-Werner Sinn ist mit seinen Vorschlägen zur Sanierung des Standorts Deutschland einer der einflussreichsten Ökonomen der Republik. Das Münchner Ifo-Institut, dessen Leitung Sinn von 1999 bis zum 31. März 2016 innehatte, ist durch den monatlichen Ifo-Geschäftsklimaindex bekannt und erreichte unter Leitung des Politikberaters und Wissenschaftsmanagers in kurzer Zeit eine Spitzenstellung unter den sechs großen Wirtschaftsforschungsinstituten

In „Trump, Putin und die Vereinigten Staaten von Europa: Ein Essay“ (Verlag Herder) führt er aus, dass für ihn die Ereignisse der letzten Monate und Jahre unmissverständlich klar machen, dass Europa sein Schicksal auch sicherheitspolitisch selbst in die Hand nehmen muss. Es braucht einen wirksamen militärischen Schutz vor einem expansionistischen Russland und einen ebenso wirksamen politischen Schutz vor einer wankelmütigen USA.

Für Prof. Sinn schlägt daher die Stunde Europas. Die EU muss die einst verpasste Chance, zu einer politischen Union zu werden, jetzt zügig ergreifen, und sich zu einem Bundesstaat mit einem echten Parlament und einer gemeinsamen, demokratisch gewählten Regierung weiterentwickeln, die über eigene Streitkräfte verfügt und sich innerhalb der NATO ähnlich wie die USA positionieren kann. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes betont: Nur so lässt sich der historische Webfehler der EU beheben, der darin bestand, dass es nach dem Fall des Eisernen Vorhangs versäumt wurde, die richtige Reihenfolge von Währungsunion und politischer Union einzuhalten.

Prof. Sinn, er wirkte als Gastforscher an der London School of Economics sowie an den Universitäten Bergen, Stanford, Jerusalem und als Honorarprofessor an der Universität Wien, führt weiter aus: Wie Deutschland in den 1990er Jahren seine D-Mark unter dem Namen Euro sozialisierte und es zuließ, dass die EZB einen fiskalischen Schutzschirm für die schwächeren Mitglieder der Währungsunion aufspannte, muss jetzt Frankreich seine Streitkräfte der EU unterstellen und zulassen, dass seine nuklearen Abschreckungskapazität der gesamten EU zugutekommt. Dabei tut Eile not. Auf die dringend notwendige, aber zeitaufwendige Harmonisierung der europäischen Waffensysteme kann man nicht warten.

Nur die politische Union wird potenzielle Aggressoren und eigennützig agierende NATO-Verbündete wirklich beeindrucken und bewegen, einer Friedensordnung unter gleichwertigen Partnern zuzustimmen.

Hoch interessant ist auch dieser Vortrag von Prof. Sinn.

Prof.  Sinn, 2006 bis 2009 war er Präsident des Weltverbandes der Finanzwissenschaftler, zeigt mit seinem Essay, welche historische Chance die gegenwärtige Polykrise bietet. Es steht zu hoffen, dass Europas Politikerinnen und Politiker den Mut haben, sie zu ergreifen.

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