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Das neue Buch von Ulrike Herrmann: „Geld als Waffe: Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet“

Ulrike Herrmann ist Journalistin und Publizistin zu sozial- und wirtschaftspolitischen Themen. Seit 2000 ist sie Redakteurin bei der Berliner taz. Herrmann ist gerne gesehener Hörfunk- und TV-Gast bei aktuellen politischen Diskussionen (z.B. Presseclub, Phoenix, Lanz, Maischberger). 

„Geld als Waffe: Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet“ (Kiepenheuer & Witsch) bietet einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der neuen Weltordnung und eine spannende Analyse, die erklärt, warum die Kriegsgefahr so hoch ist – und was wir in Europa tun können, um Frieden zu sichern.

Wie entstehen Kriege? Und wie Frieden? Herrmann untersucht in diesem Buch große internationale Konflikte und analysiert, dass die Gründe nicht nur historisch, psychologisch oder politisch sind. Sondern dass oft ökonomische Faktoren ausschlaggebend sind. 

Sie zeigt am Beispiel Russlands, wie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes permanente Kriege auch in Zukunft wahrscheinlich macht. Und sie beschreibt Chinas Aufstieg zur Supermacht und erklärt, wie Präsident Xi Jinping, seit 2012 der autokratische Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), Vorsitzender der Zentralen Militärkommission (ZMK), seit 2013 Staatspräsident, „Überragender Führer“ der Volksrepublik China und einer der mächtigsten Politiker der Welt, sein Land in eine ökonomische Sackgasse manövriert hat, die er mit seinen Aggressionen gegen Taiwan zu kaschieren versucht.

In ihrem augenöffnenden und brisanten Buch zeigt Herrmann, welche große Bedeutung die Wirtschaft für die Politik der Supermächte hat – und sie beschreibt sehr anschaulich, was das für uns bedeutet, wenn wir den Frieden sichern wollen.
Sie erzählt rasend spannende Wirtschaftsgeschichte und nimmt die gängigen Mythen der deutschen Wirtschaft auseinander – schonungslos.

Herrmann sieht sich als typischer Mittelschichts-Spross. Sie absolvierte eine Lehre als Bankkauffrau (Bayrische Vereinsbank), durchlief journalistisch die renommierte Henri-Nannen-Schule und studierte Geschichte und Philosophie (Freie Universität Berlin). Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Körber-Stiftung und Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungssenatorin Krista Sager (Grüne). Bei der TAZ war sie Leiterin der Meinungsredaktion, Parlamentskorrespondentin und ist seit 2006 Wirtschaftskorrespondentin. 2008 bis 2014 war sie Vorstandsmitglied der taz-Verlagsgenossenschaft.

Herrmann versucht, Wirtschaft so zu erklären, dass auch Laien verstehen, in welcher ökonomischen Welt sie leben. Alle Bücher waren Bestseller. 

Sie ist Wirtschaftsexpertin und wirft in Ihrem Buch einen ganz neuen Blick auf die Gegenwart. Ihre Antwort auf die Frage: Lohnen sich Kriege? Profitiert jemand? Oder machen die Konflikte alle arm? 

„Kriege machen immer arm. Denn es wird ja nichts Bleibendes produziert – nur zerstört. Noch schlimmer: Wenn ein Land erst einmal auf eine Kriegswirtschaft umgestellt hat, kann es nicht mehr zurück. Das ist gerade die Lage in Russland: Putin wird Krieg führen, solange er an der Macht ist.“

Der diktatorische und despotische Wladimir Wladimirowitsch Putin ist seit 2012 wieder Präsident der Russischen Föderation, ihm werden eine Vielzahl von Kriegsverbrechen sowie weitere Straftaten vorgeworfen. 

Und ihre Antwort auf die Frage: Kann die Wirtschaft darüber bestimmen, ob Kriege begonnen oder beendet werden? 

„Die USA haben die Macht des Dollars genutzt, um Kriege zu beenden und Frieden zu erzwingen. Umgekehrt werden Kriege oft angefangen, um von ökonomischen Schwierigkeiten abzulenken. Diese Gefahr droht gerade in China: Es ist zwar Exportweltmeister, aber trotzdem in einer schweren Krise. Die offiziellen Wachstumszahlen sind gelogen.“

Und ihre Antwort auf die Frage: „Was würde es für die Weltwirtschaft bedeuten, wenn China Taiwan überfällt? 

„Es wäre eine globale Katastrophe, weil zentrale Lieferketten zusammenbrechen würden. Durch die Meeresenge zwischen Taiwan und China werden mehr als die Hälfte des weltweiten Containerhandels abgewickelt. Zudem ist Taiwan der wichtigste Lieferant von Computerchips. Außerdem würde China seine Wirtschaftsmacht als Waffe nutzen – und keine Antibiotika oder seltenen Erden mehr liefern, um den Westen unter Druck zu setzen. Jeder in Europa würde einen Krieg zwischen Taiwan und China spüren.“

Das sind Standpunkte, die an Deutlichkeit kaum zu überbieten sind.

Mehr über Ulrike Herrmann.

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Rüdiger von Fritsch

Von 2014 bis 2019 deutscher Botschafter in Moskau, zuvor, von 2010 bis 2014, deutscher Botschafter in Warschau. Seit 2020 ist er Partner der Consultingagentur "Berlin Global Advisors".