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Friedrich Merz ist seit dem 6. Mai 2025 der zehnte deutsche Bundeskanzler, außerdem ist er auch seit 2022 Bundesvorsitzender der CDU, zum zweiten Mal Mitglied des Bundestags ist er seit 2021.
In der Legislaturperiode vor seiner Kanzlerschaft war er Oppositionschef und verbissener Opponent der Ampel-Regierung unter Kanzler Olaf Scholz, in dieser der damalige Chef der FDP Christian Lindner der von Merz oft ins Kritik-Visier genommene Finanzminister war.
Es erscheint nun nicht verwunderlich, dass Lindner den bundesdeutschen Regierungs-Chef knapp zwölf Monate nach der Machtübernahme mächtig unter Druck sieht, wie er auch gegenüber der Rheinischen Post (regionale Tageszeitung mit Hauptsitz in Düsseldorf, gehört zur Rheinische Post Mediengruppe) im Rahmen eines Interviews erklärt.
Lindner konstatiert, dass Merz in seiner Analyse daneben lag, „wie sich Koalitionen mit linken Parteien auf bürgerliche Politik auswirken". Die Konsequenz ist nachvollziehbar, formuliert Lindner: „Deshalb kann er seine Versprechen nicht halten."
Die vorab zelebrierten Merz-Attacken gegenüber der Ampel-FDP holen den Bundeskanzler „wie ein Bumerang" ein, der bekanntlich, bei fehlerfreiem Gebrauch, zum Ausgangspunkt einer Flugbahn zurückkehrt. Lindner dazu detailliert: „Gegenüber der Vorgängerregierung muss er höhere Schulden, höhere Steuern und mehr Bürokratie erklären."
Alles sichtlich ein ziemlich gewaltiger traditioneller gebogener „Wurfstock" der Aborigines aus Australien, eine Jagdwaffe, die im Berliner Hauptstadt-Flug auch noch an Tempo und Vehemenz zunimmt.
Über der letztendlich zu belegenden Kanzler-Expertise von und durch Merz bricht Lindner noch nicht den Interview-Stab: „Das entscheidet sich noch."
Insgesamt betont Lindner das, was viele Bürger zur Kenntnis nehmen, dass das Verschwinden von ökonomischem Nährboden droht und die Torpedierung existenzieller industrieller Standards. Diesbezüglich legt er sich fest: „Das liegt nicht nur an geopolitischen Konflikten, sondern auch an der Enttäuschung darüber, dass die Wirtschaftswende ausbleibt."
Gar nicht so einfach für einen Kanzler, dagegen zu argumentieren und zu agieren, wenn das interne Klima in seiner Regierungskoalition eher debakulös wirkt.